Hardware-Raid contra Software-Raid in kleinen Büros und zu Hause

In die Facetten dieses Themas will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Zu dem Thema gibt es genüg Bücher und Meinungen. Für mich ist die Problemstellung für den Heimanwender an dieser Stelle wichtiger. Wenn man als SOHO-Anwender (SOHO = Small Office / Home Office) ein Hardware-RAID verwenden will, benutzen die meisten den auf dem Motherboard verbauten Raid-Controller. Nur die wenigsten kaufen sich einen PCI oder PCIx-Raid-Controller. Das Problem dabei sind die Produktzyklen im Consumer Marktsegment. Büro-Rechner bzw. Server sind sie je nach Anwendungsfall drei bis zehn Jahre im Einsatz. Was passiert, wenn der Motherboard-Raid-Controller oder das Board an sich nach ein paar Jahren ausfällt? Weder Motherboard noch Raid-Controller lassen sich nach dieser Zeit wieder beschaffen, mal von Zufällen und ebay abgesehen.
Da die Raid-Controller, mangels Normung, alle ein eigenes Süppchen kochen, was die Datenverteilung angeht, ist es schwierig bis unmöglich, an die Daten auf dem Raid-System zu kommen. Der Controller-Ausfall nach ein paar Jahren kann daher zu genau dem führen, was er verhindern sollte. Dem Totalausfall der Daten. Hoffentlich hat das Backup funktioniert 😉

Im professionellen Umfeld wird das durch Wartungsverträge, Vorratskäufe, längere Produktzyklen usw. abgefangen. Was natürlich die Kosten in die Höhe treibt.

Aus diesem Grund würde ich im SOHO-Umfeld immer ein Software-Raid empfehlen, da es unabhängig von der Hardware ist und mit den Bedürfnissen mitwachsen kann. Dazu später mehr.

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